- Regionale und kantonale Richtplanung
Die RZU setzt ihre Anstrengungen zur Förderung einer partnerschaftlichen Kooperation zwischen dem Kanton und den Regionen auch 2010 fort, sie leistet Beiträge an die Gesamtüberprüfung des kantonalen Richtplans und wird ihre Planungsregionen bei der anstehenden Revision der regionalen Richtpläne unterstützen und sich um die Koordination bemühen.
- Umsetzung der Integrierten Prinzipien und Ziele für die Raumentwicklung im RZU-Gebiet
2.1 Siedlung
Im Projekt «Nachhaltige Siedlungsentwicklung in Zürichs Verdichtungsraum» ist der Abschluss der zwei Teile «Grundlagen und Analysen» sowie «Erwünschte Siedlungsentwicklung» im Dezember 2009 vorgesehen. Danach werden die notwendigen Folgeprojekte formuliert.
Ein neues Projekt setzt sich mit den räumlichen Voraussetzungen und Ansprüchen der wissensbasierten Ökonomie sowie mit den Bedürfnissen der sogenannten «Kreativen Klasse» und den mit ihr einhergehenden Prozessen im Bereich räumlicher Entwicklung auseinander (Projekt
«WIFEK», Wissen–Innovation–Forschung–Entwicklung–Kreativität). In einem ersten Schritt soll eine Übersicht über das komplexe Thema geschaffen werden.
In fast allen Regionen sind «Hochhäuser» zu einem ausdrücklichen oder unterschwelligen Thema geworden. Die RZU will in ihrem Projekt «Hochhäuser» die bestehenden Grundlagen und Erkenntnisse aus dem RZU-Gebiet zusammenstellen. Danach wird zu bestimmen sein, inwiefern die RZU einen Beitrag zum Thema «Hochhäuser» leisten kann und soll.
Bei ausreichenden Kapazitäten möchte die RZU ein Projekt «Öffentlicher Raum» lancieren, weil attraktive Pärke, Plätze, Strassen und Wege wesentlich zu einer hohen Lebensqualität beitragen und Orte des sozialen, kulturellen und kommerziellen Austauschs sind. Das Projekt soll sich mit dem öffentlichen Raum sowohl im städtischen als auch im ländlich geprägten RZU-Gebiet auseinandersetzen.
2.2 Landschaft
Im Übergangsbereich zwischen «Siedlung» und «Landschaft» ist das Projekt «Siedlungs-ränder» angesiedelt. Das Thema ist den RZU-Leitbildarbeiten immer wieder angespro-chen und in den formulierten Zielen festgehalten worden. Vorgesehen ist, dass im Projekt sowohl konkret gestalterische als auch nutzungs- und richtplanerische Fragen aufgegriffen werden.
Im Bereich Landschaft will das Projekt «Landschaftssystem_RZU» konzeptionelle Ent-wicklungsabsichten für die Landschaften und die Freiräume im RZU-Gebiet entwerfen. Mit diesem Projekt will die RZU ihren Planungsregionen im Hinblick auf die anstehende Revision der regionalen Richtpläne eine Plattform bieten. Daneben will sie erreichen, dass die Regionen die Entwicklungsabsichten für die Landschaft integral und über die institutionellen Grenzen hinweg entwerfen.
2.3 Verkehr
Im Bereich Verkehr wird das Projekt «RZU-Mobilitätsstrategie» weiter geführt. Per Ende 2009 wird die Positionierung der RZU im Bereich der Erweiterungen des Verkehrsinfrastrukturnetzes abgeschlossen sein. Auf diesem Hintergrund soll dann die RZU-Mobilitätsstrategie in den Bereichen Management, Gestaltung, Betrieb und Lenkung weiterentwickelt werden. Weiter sollen eine Langzeitperspektive zur Mobilität entworfen und Überlegungen zum Netz ausserhalb des RZU-Gebiets angestellt werden. Zu letzterem besteht eine enge Zusammenarbeit mit der «Arbeitsgruppe Verkehr» der Metropolitankonferenz Zürich.
- Weiterentwicklung der «Plattform RZU»
Zur Förderung einer «urbanen Denk- und Kooperationskultur» hat der RZU-Vorstand 2008 die Weiterentwicklung der bisherigen «Plattform Raumentwicklung Zürich und Umgebung» beschlossen. Diese neue «Plattform RZU» fördert den Blick auf die gesamträumlichen Zusammenhänge im Metropolitanraum Zürich sowie das Selbstverständnis, Teil einer global positionierten und vernetzten Metropole zu sein. In ihrem Rahmen können sowohl Veranstaltungen durchgeführt als auch Projekte geplant und umgesetzt sowie längerfristig orientierte Netzwerke etabliert werden.
Im Jahr 2010 werden bisherige RZU-Gefässe wie Delegiertenversammlung oder Umsetzungsprojekte im Hinblick auf die Ziele der «Plattform RZU» neu interpretiert und genutzt. Konkret sind folgende Aktivitäten mit Bezug zur «Plattform RZU» vorgesehen:
- Kombination von Symposium und Delegiertenversammlung zum Thema «Klimawandel und klimawirksame Massnahmen: Konsequenzen für die Raumentwicklung» vom 17.06.2010. Im Rahmen der Veranstaltung wird der aktuelle Stand des Wissens über die Konsequenzen des Klimawandels und über die zu dessen Reduktion diskutierten Massnahmen (z.B. in den Bereichen Energie, Architektur oder Verkehr) für die räumliche Entwicklung und die Raumplanung im RZU-Gebiet präsentiert;
- Erarbeitung von Plattform-relevanten Grundlagen in den Projekten «WIFEK» und «Öffentlicher Raum» (s.o.);
- Auseinandersetzung mit entwicklungsstrategischen Fragen zum Siedlungsgebiet (Stichwort: «visionäre Leitplanung Siedlungsgebiet»; siehe unter Punkt 4);
- Aufbau eines Plattform-Netzwerks im Projekt «WIFEK» (s.o.) zur gemeinsamen Nutzung von Grundlagen und zur Erarbeitung der Resultate;
- inhaltliche Ergänzung des Kurses «Einführung in die Raumplanung» für neue Behördenmitglieder vom Herbst 2010 und der RZU-Publikationen (u.a. Jahresbericht, «RZU kurz und bündig»).
- Grundlagenarbeiten
Die RZU erarbeitet auch im Jahr 2010 Grundlagen, die im Hinblick auf die Raumentwicklung im RZU-Gebiet mittel- oder längerfristig von Bedeutung sind. Unter anderem sind die Grundlagen für das Symposium zu den raumplanerischen Implikationen des Klimawandels (s.o.) zu erarbeiten. Eine weitere vorgesehene Grundlagenarbeit, die aus der Strategieklausur des RZU-Vorstands vom 2. Juli 2009 hervorgegangen ist, trägt den Arbeitstitel «Visionäre Leitplanung Siedlungsgebiet».
Die Umsetzungsprojekte gemäss Punkt 2 verlaufen aus arbeitsökonomischen und methodischen Gründen parallel. Die Querverbindungen und Zusammenhänge werden periodisch zu bestimmten Zeitpunkten festgestellt.
Der fachliche Austausch mit andern Metropolitangebieten Europas wird im Rahmen des Netzwerks METREX weiterhin gepflegt werden. Dazu gehört auch die Weiterführung der Zusammenarbeit mit Stuttgart und Strasbourg.
- Arbeitshilfen, Kurse, Beratungen
Wie üblich zu Beginn jeder Legislatur auf kommunaler Ebene wird die RZU den Kurs «Einführung in die Raumplanung» durchführen, der sich speziell an die neu gewählten Behördenmitglieder richtet. Bei grosser Nachfrage wird im Frühjahr der Kurs «Stadtklang – das Hören der Räume und Orte» vom November 2009 wiederholt.
Die RZU steht ihren Mitgliedern immer für Einzelberatungen zur Verfügung.