Arbeitsprogramme & Jahresberichte

2016

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Das Arbeitsprogramm 2016 basiert auf folgenden fünf «Tätigkeitsschwerpunkten 2016-2018»:

  • Die Dienstleistungstätigkeiten für Mitglieder weiterentwickeln
  • Das Beratungsangebot konsolidieren und weiterentwickeln
  • Entwicklungsstrategisch relevante Themen auf die Agenda setzen
  • Die RZU als Plattform zur Behandlung von Fragen der Raumentwicklung und Koordination im Grossraum Zürich weiter stärken
  • Einen Beitrag zur Weiterentwicklung von planerischen Instrumenten, Verfahren und Prozessen leisten
 

Die einzelnen Vorhaben der RZU-Geschäftsstelle für 2016 sind nach folgenden Aktivitätsfeldern gegliedert:

  • Dienstleistungen
  • Beratungsaufgaben
  • Plattformaktivitäten
  • Projektaktivitäten

Arbeitsprogramm 2016

1. Einleitung

Das Arbeitsprogramm der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) versteht sich als Arbeits­instrument gegenüber dem Vorstand, den Delegierten und innerhalb der Geschäftsstelle. Das Programm liefert eine Übersicht über alle Vorhaben im Jahr 2016 und zeigt die Bedeutung der Arbeiten für die RZU als Planungsdachverband und für ihre Mitglieder auf. Zudem enthält es Angaben über die in den einzelnen Vorhaben zu erwartenden Fortschritte sowie über die involvierten Partner.

Das jährliche Arbeitspapier orientiert sich am Rahmenprogramm «Tätigkeitsschwerpunkte 2016–2018», das vom Vorstand anlässlich der Strategieklausur vom 03.09.2015 behandelt und am 19.10.2015 verabschiedet worden ist. Dieses Dokument fasst die allgemeinen Aufgaben, Tätigkeiten und Rollen zusammen, welche die RZU basierend auf ihrem statutarischen Auftrag übernimmt.

Nachfolgend werden die Aktivitätsfelder für das Jahr 2016 wie folgt vorgestellt:
  • Dienstleistungen (vgl. Abschnitt 2);
  • Beratungsaufgaben (vgl. Abschnitt 3);
  • Plattformaktivitäten (vgl. Abschnitt 4);
  • Projektaktivitäten (vgl. Abschnitt 5).
 

Die höchste Priorität kommt der Versorgung der RZU-Mitglieder mit qualitativ hochwertigen Dienst­leistungen sowie der Beratung in aktuellen Planungsfragen zu. Die in Ergänzung dazu durchgeführten Plattformaktivitäten und Projekte erlauben es der RZU-Geschäftsstelle, ihren Auftrag als Stabsstelle ihrer Mitglieder und als Think-Tank für das Kerngebiet des Zürcher Metropolitanraums zu erfüllen. Der an diese Ausführungen anschliessende Abschnitt 6 enthält einen kurzen Ausblick auf die für das Jahr 2017 vorgesehenen Projektaktivitäten der RZU. Der abschliessende Abschnitt 7 liefert eine Übersicht über die wichtigsten Projektdaten.

2. Dienstleistungen 2016

Die Geschäftsstelle der RZU wird ihren Mitgliedern im Jahr 2016 wie bis anhin eine breite Palette unter­schiedlichster Dienstleistungen anbieten, die der Unterstützung, Information und Vernetzung der RZU-Mitglieder dienen. Konkret beinhaltet dies die aktive Mitarbeit in den regionalen Vorständen und Geschäftsleitungen insbesondere im Hinblick auf die Mitarbeit bei Richtplanarbeiten, die Unterstützung der Mitglieder bei der Erarbeitung von Stellungnahmen, die sachgerechte und transparente Aufbereitung und Vermittlung von Informationen und Sach­verhalten sowie die Erstellung von Übersichten über aktuelle Entwicklungen und laufende Planungen und Projekte im RZU-Gebiet. Zudem wird die Geschäftsstelle das aktive Engagement in verschiedenen Arbeitsgruppen, Institutionen und Vorhaben von Dritten, die für die RZU und für ihre Mitglieder relevant sind, fortführen. Im Jahr 2016 wird die RZU zwei halbtägige Weiterbildungsveranstaltungen anbieten: eine Fortbildungsveranstaltung im Bereich der Alltagserholung sowie eine Folgeveranstaltung zum «Einführungskurs in die Raumplanung für neugewählte Behördenmitglieder» vom 10.12.2014, deren Themen sich aus den Rückmeldungen und Bedürfnissen der Kursteilnehmer ergeben.

3. BERATUNGS-, COACHING- UND KOORDINATIONSAUFGABEN 2016

Das 2015 neu aufgesetzte Beratungs- und Koordinationsangebot der RZU besteht aus den drei Bau­steinen «Erstberatung», «Coaching» und «grenzüberschreitende Themenfindung». Die konkreten Zuständig­keiten, Kompetenzen und Vorgehensweisen sind in der Broschüre «Das Beratungsangebot der RZU» geregelt, die über die Webseite der RZU bestellt oder heruntergeladen werden kann. Im Jahr 2016 wird das Beratungsangebot der RZU basierend auf den gemachten Erfahrungen konsolidiert. Bei Bedarf wird es in Absprache mit dem Vorstand weiterentwickelt.

4. Plattformaktivitäten 2016

Mit dem Format der Plattform will die RZU als Ort des Austausches und der Diskussion über wichtige raumplanerische Belange fungieren und dazu beitragen, dass diese Aspekte in Politik, Verwaltung und Bevölkerung verankert werden. Im Bereich der Plattformaktivitäten sind für das Jahr 2016 folgende Angebote geplant: die seit 2011 durchgeführte «RZU-Werkstatt zur Regionalplanung» (Experten-Plattform) wird weitergeführt. Zudem werden zwei Veranstaltungen im Format der etablierten «Plattform Raumentwicklung Zürich und Um­gebung» (RZU-interne Plattform) durchgeführt. Voraussichtlich werden dabei die Themen «Mobilität im RZU-Gebiet» sowie «Mehrwertabschöpfung» behandelt. Schliesslich findet im Anschluss an die Herbstdelegierten­versammlung vom 08.12.2016 der jährliche öffentliche Anlass zu einer Grundsatz­frage im Bereich der Raumentwicklung statt. Der ERFA (Erfahrungsaustauschprozess) stellt eine besondere Form der Plattform dar, in der Behördenmitglieder, Vertreter aus der Politik und Experten gemeinsam über mehrere Workshops ein aktuelles Thema vertieft reflektieren und in diesem Rahmen Zugänge ausloten und Handlungsoptionen entwickeln. Der 2015 gestartete ERFA-Prozess zur Ortszentrumsentwicklung wird im März 2016 abgeschlossen und anschliessend zu Handen aller RZU-Mitglieder aufbereitet.

5. Projektaktivitäten 2016

Die Projekte der RZU sollen integrale Betrachtungsweisen verfolgen und/oder thematische Zwischenräume und Schnittstellen besetzen, die für die weitere Entwicklung des RZU-Raums von Bedeutung sind. Aus der Aktualität des Tagesgeschehens ergeben sich jedoch häufig Ansprüche an die Geschäftsstelle und damit verbundene Aufträge. Diese können bei einzelnen Projekten dazu führen, dass die gemäss Arbeitsprogramm vorgesehenen Arbeiten zurückgestellt werden oder Verzögerungen erfahren.

1) Projekt «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet»

Das Projekt «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet» soll Grundlagen schaffen, damit neue Lesarten des RZU-Gebiets und seiner Teilräume erarbeitet sowie Potentiale für die Entwicklung von einzelnen Teilräumen oder Gebieten erkannt werden können. Basierend auf den Erkenntnissen aus bisherigen RZU-Projekten zu Siedlung, Landschaft und Verkehr sollen Räume im RZU-Gebiet identifiziert werden, die hinsichtlich ausgewählter räumlicher Merkmale oder bestehender Herausforderungen strukturell «verwandt» sind. Beispiele hierfür sind Gebiete mit ähnlichen Herausforderungen im Wohnbestand, siedlungsnahe Räume, bei denen die Funktion der Alltagserholung im Vordergrund steht oder Gebiete mit ähnlichen verkehrlichen Herausforderungen. Die Bestimmung solcher «Verwandtschaften» soll die Grundlage bereitstellen, um im Rahmen von Dienstleistungs-, Beratungs- und Plattformtätigkeiten den themenfokussierten Austausch innerhalb des RZU-Gebiets zu unterstützen und das gemeinsame Lernen bei politischen Verantwortlichen und Planenden über Regions- und Gemeindegrenzen hinweg anzu­regen. Letzteres bildet die Grundlage für Strategietransfers innerhalb des RZU-Gebiets sowie für die Entwicklung gemeinsamer Ansätze zur Bearbeitung dieser regional oder lokal anfallenden Aufgaben. Im Jahr 2016 werden die konzeptionellen Vorarbeiten für das mehrjährige Projekt weitergeführt und abgeschlossen. Anhand ausgewählter Themen in den Bereichen Arbeiten, Landschaft und Mobilität werden methodische Zugänge und kartographische Umsetzungsmöglichkeiten getestet und konsolidiert. Diese sollen dann die Struktur und den Rahmen für die Auseinandersetzung mit weiteren Themen im Bereich der Raumentwicklung bieten.

2) Projekt «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (gemeinsam mit dem Präsidialdepartement der Stadt Zürich und dem Baslerfonds)

Im Rahmen dieses Projekts wird davon ausgegangen, dass es in Zukunft die regionale Ebene braucht, um im RZU-Gebiet ein Wohnraumangebot zur Verfügung zu stellen, das auf die quantitativen und qualitativen Entwicklungsziele der RZU-Mitglieder und auf die Bedürfnisse der verschiedenen Nachfrage­segmente im Wohnungsmarkt abgestimmt ist. Das 2015 initiierte Projekt wird im Jahr 2016 fortgeführt. Es werden Analysen zu Bauten und Wohn­umfeldern, zur sozialräumlichen Entwicklung sowie zu Potentialen und Defiziten des Wohnangebots im RZU-Gebiet durchgeführt. Diese werden im Rahmen von zwei Experten-Hearings zu Perspektiven über die zukünftige Entwicklung des RZU-Gebiets als Wohnregion verdichtet. Die resultierende wohnregionale Betrachtungsweise soll dazu dienen, die Diskussion im RZU-Mitgliederkreis über das Verständnis einer regionalen Wohnraumpolitik sowie über zukunftsfähige und innerregional aufeinander abgestimmte Wohnraumangebotsstrategien anzuregen. Die Erkenntnisse aus dem Projekt fliessen in die Arbeiten zum Projekt «Verwandtschaftskarte» ein.

3) Projekt «Toolbox für innovative Denkräume»

Planerische Prozesse und Verfahren werden angesichts von bestehenden, teils komplexen Herausforderungen wie der laufenden Innenentwicklung, der Weiterentwicklung des Bestands sowie der wachsenden Mobilität immer wichtiger. Um diesen neuen oder akzentuierten Herausforderungen begegnen zu können bedarf es auch neuer Planungsansätze. Das Projekt «Toolbox für innovative Denkräume» lotet solche Ansätze im Hinblick darauf aus, ob sie einen Beitrag zum Umgang mit den genannten Herausforderungen leisten können. 2014 und 2015 wurden die Testplanung sowie weitere Instrumente oder Verfahren analysiert, die über rein formale Planungsverfahren oder bekannte informelle Ansätze wie Wett­bewerbe hinausgehen. Im Jahr 2016 werden die Projekterkenntnisse in einer Sondernummer der disP synthetisiert und in einem Workshop für das RZU-Gebiet plausibilisiert. Die «Toolbox» besteht aus einer kommentierten und bewerteten Übersicht und einer kontinuierlich zu ergänzenden praxisnahen Darstellung von Instrumenten, die eine integrierte, sach- und problembereichsübergreifende Planung ermöglichen und sich in der Praxis bereits bewährt haben. Die Projektresultate werden den Regionen und Gemeinden im RZU-Gebiet praxisnahe Möglichkeiten aufzeigen, wie sie die anstehenden Herausforderungen der räumlichen Entwicklung mit angemessenen Planungsverfahren vorbereiten und begleiten können.

4) Projekt «RZU-Datenbank Raumentwicklung»

Das Projekt «RZU-Datenbank Raumentwicklung» basiert wesentlich auf den Erkenntnissen aus dem Projekt «Innovative Beiträge zur räumlichen Entwicklung». 2014–2015 wurde im Rahmen dieses Projekts ein Satz von über 300 Projekten, die in der Fachdebatte als innovativ eingeschätzt werden, identifiziert und gesichtet. Daraus wurden generelle oder spezifische Erkenntnisse abgeleitet, die auf das RZU-Gebiet übertragen werden können. Die inhaltlichen und methodischen Erkenntnisse werden nun ergänzt um Einsichten aus Vorhaben aus dem RZU-Gebiet oder aus ähnlichen planerischen Kontexten. Zusammengenommen bilden sie die Grundlage für den Aufbau der «RZU-Datenbank Raumentwicklung». Diese Datenbank soll in Zukunft laufend aktualisiert und weiterentwickelt werden, indem die Erkenntnisse und Rückmeldungen aus Dienstleistungs- und Beratungsaktivitäten der RZU sowie aus der Beobachtung und Aufarbeitung wichtiger Projekte, Entwicklungen und Tendenzen in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr eingearbeitet werden. Die Datenbank wird in Zukunft eine wichtige Grundlage für sämtliche Tätigkeiten in den Bereichen Dienstleistung, Beratung, Plattform und Projektarbeit darstellen. Die wichtigsten Ergebnisse der Datenbank sollen entsprechend aufbereitet über eine Webpage öffentlich zugänglich gemacht werden. Mittelfristig soll auch den RZU-Mitgliedern die Möglichkeit geboten werden, selber oder über die Geschäftsstelle fachlich interessante Projekte in die Datenbank einzugeben. Im Jahr 2016 werden die Struktur und die Methodik der Datenbank erarbeitet sowie der bestehende Datensatz aus dem Projekt «Innovative Beiträge zur Raumentwicklung» eingearbeitet.

6. Ausblick auf die Projektaktivitäten im Jahr 2017

Gemäss der aktuellen Planung sind für 2017 der Abschluss der Projekte «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln», «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet» und «RZU-Datenbank Raumentwicklung» sowie die praxisnahe Aufbereitung von deren Erkenntnissen zuhanden der RZU-Mitglieder vorgesehen.

7. Übersicht über die Projekte

Tabellarische Übersicht (pdf, 0.1mb)