Arbeitsprogramme & Jahresberichte

2017

Das Arbeitsprogramm 2017 liefert eine Übersicht über alle Vorhaben in diesem Jahr und zeigt die Bedeutung der Arbeiten für die RZU-Mitglieder und die RZU als Planungsdachverband auf. Es gliedert sich in folgende vier Abschnitte:

  • Allgemeine Dienstleistungen
  • Beratungsdienstleistungen
  • Plattformaktivitäten
  • Projektaktivitäten

Arbeitsprogramm 2017

1. Einleitung

Das Arbeitsprogramm der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) versteht sich als Arbeits­instrument gegenüber dem Vorstand, den Delegierten und innerhalb der Geschäftsstelle. Das Programm liefert eine Übersicht über alle Vorhaben im Jahr 2017 und zeigt die Bedeutung der Arbeiten für die RZU-Mitglieder und für die RZU als Planungsdachverband auf. Zudem enthält es Angaben über die in den einzelnen Vorhaben zu erwartenden Fortschritte sowie über die involvierten Partner.

Das jährliche Arbeitspapier orientiert sich am Rahmenprogramm «Tätigkeitsschwerpunkte 2016–2018», das vom Vorstand anlässlich der Strategieklausur vom 03.09.2015 behandelt und am 19.10.2015 verabschiedet worden ist. Dieses Dokument fasst die allgemeinen Aufgaben, Tätigkeiten und Rollen zusammen, welche die RZU basierend auf ihrem statutarischen Auftrag übernimmt.

Nachfolgend werden die Aktivitätsfelder für das Jahr 2017 wie folgt vorgestellt:
  • Allgemeine Dienstleistungen (vgl. Abschnitt 2);
  • Beratungsdienstleistungen (vgl. Abschnitt 3);
  • Plattformaktivitäten (vgl. Abschnitt 4);
  • Projektaktivitäten (vgl. Abschnitt 5).
 

Die höchste Priorität kommt der Versorgung der RZU-Mitglieder mit qualitativ hochwertigen Dienst­leistungen sowie der Beratung in aktuellen Planungsfragen zu. Die in Ergänzung dazu durchgeführten Plattformaktivitäten und Projekte erlauben es der RZU-Geschäftsstelle, ihren Auftrag als Stabsstelle ihrer Mitglieder und als Think-Tank für das Kerngebiet des Zürcher Metropolitanraums zu erfüllen. Der an diese Ausführungen anschliessende Abschnitt 6 enthält einen kurzen Ausblick auf die für das Jahr 2018 vorgesehenen Projektaktivitäten der RZU. Der abschliessende Abschnitt 7 liefert eine Übersicht über die wichtigsten Projektdaten.

2. Allgemeine Dienstleistungen

Die Geschäftsstelle der RZU wird ihren Mitgliedern im Jahr 2017 wie bis anhin eine breite Palette unter­schiedlichster Dienstleistungen anbieten, die der Unterstützung, Information und Vernetzung der RZU-Mitglieder dienen. Konkret beinhaltet dies die aktive Mitarbeit in den regionalen Vorständen und Geschäftsleitungen insbesondere im Hinblick auf die Mitarbeit bei Richtplanarbeiten, die Unterstützung der Mitglieder bei der Erarbeitung von Stellungnahmen, die sachgerechte und transparente Aufbereitung und Vermittlung von Informationen und Sach­verhalten sowie die Erstellung von Übersichten über aktuelle Entwicklungen und laufende Planungen und Projekte im RZU-Gebiet. Zudem wird die Geschäftsstelle das aktive Engagement in verschiedenen Arbeitsgruppen, Institutionen und Vorhaben von Dritten, die für die RZU und für ihre Mitglieder relevant sind, fortführen. Weiterhin wird die RZU im Jahr 2017 zwei halbtägige Weiterbildungsveranstaltungen anbieten.

3. BERATUNGSdienstleistungen

Das 2015 neu aufgesetzte Beratungs- und Koordinationsangebot der RZU besteht aus den drei Bau­steinen «Erstberatung», «Coaching» und «grenzüberschreitende Themenfindung». Die konkreten Zuständig­keiten, Kompetenzen und Vorgehensweisen sind in der Broschüre «Das Beratungsangebot der RZU» geregelt, die über die Webseite der RZU bestellt oder heruntergeladen werden kann.

Seit Sommer 2015 haben verschiedene Gemeinden und Regionen das Beratungsangebot genutzt. Die ersten Erfahrungen zeigen dabei, dass die RZU-Geschäftsstelle damit wichtige praxisnahe Hilfestellungen bieten kann, die auf die konkreten Fragestellungen der Antragssteller reagiert. Auf Initiative der Stadt Zürich wird die Geschäftsstelle 2017 ein umfangreicheres Beratungsmandat zu Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bearbeiten. Gleichzeitig wird 2017 das Beratungsangebot der RZU basierend auf den gemachten Erfahrungen konsolidiert. Bei Bedarf wird es in Absprache mit dem Vorstand weiterentwickelt.

4. Plattformaktivitäten

Mit dem Format der Plattform will die RZU als Ort des Austausches und der Diskussion über wichtige raumplanerische Belange fungieren und dazu beitragen, dass diese Aspekte in Politik, Verwaltung und Bevölkerung verankert werdenIm Bereich der Plattformaktivitäten sind für das Jahr 2017 folgende Angebote geplant: die seit 2011 durchgeführte «RZU-Werkstatt zur Regionalplanung» (Experten-Plattform) wird weitergeführt. Zudem werden zwei Veranstaltungen im Format der etablierten «Plattform Raumentwicklung Zürich und Umgebung» (RZU-interne Plattform) durchgeführt. Voraussichtlich werden dabei die Themen «Erfolgreiche Planungsansätze in der Innenentwicklung» sowie die Resultate des Projekts «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (vgl. Absatz 5) behandelt. Schliesslich findet im Anschluss an die Herbstdelegiertenversammlung vom 23.11.2017 der jährliche öffentliche Anlass zu einer Grundsatzfrage im Bereich der Raumentwicklung statt.

Der Erfahrungsaustauschprozess (Erfa) stellt eine besondere Form der Plattform dar. Im Rahmen eines «Erfa» können Behördenmitglieder und Vertreter aus der Politik aus dem RZU-Mitgliederkreis gemeinsam mit Experten über mehrere Workshops ein aktuelles Thema vertieft reflektieren, Zugänge ausloten und Handlungsoptionen entwickeln. 2017 wird ein neuer RZU-Erfa zum Thema «Wirksame Beteiligung und Kooperation in der Innenentwicklung» lanciert. Den Auftakt zu diesem Erfa wird die öffentliche Veranstaltung im Anschluss an die Delegiertenversammlung vom 08.12.2016 bilden.

5. Projektaktivitäten

Die Projekte der RZU sollen integrale Betrachtungsweisen verfolgen und/oder thematische Zwischenräume und Schnittstellen besetzen, die für die weitere Entwicklung des RZU-Gebiets von Bedeutung sind. Aus der Aktualität des Tagesgeschehens ergeben sich jedoch häufig unvorhersehbare Ansprüche an die Geschäftsstelle und damit verbundene Aufträge. Diese können bei einzelnen Projekten dazu führen, dass die gemäss Arbeitsprogramm vorgesehenen Arbeiten zurückgestellt werden oder Verzögerungen erfahren.

1) Projekt «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet»

Das Projekt «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet» soll Grundlagen schaffen, damit neue Lesarten des RZU-Gebiets und seiner Teilräume erarbeitet sowie Aufgabenstellungen für die Entwicklung von einzelnen Teilräumen oder Gebieten erkannt werden können. Diese Erkenntnisse liefern wichtige Hinweise auf konkrete, gemeinsame geteilte Herausforderungen, die nicht zuletzt für die Beratungstätigkeit und die Koordination eines zielgerichteten Erfahrungsaustausches zentral sind. Im Jahr 2017 werden die Ergebnisse der konzeptionellen Vorarbeiten im Rahmen der Beratungstätigkeit getestet, in erste praxisrelevante Produkte übersetzt und gemeinsam mit Vertretern aus den Regionen und Fachkreisen reflektiert und weiterentwickelt.

2) Projekt «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (gemeinsam mit dem Präsidialdepartement der Stadt Zürich und dem Baslerfonds)

Im Rahmen dieses Projekts wird davon ausgegangen, dass es in Zukunft die regionale Ebene braucht, um im RZU-Gebiet ein Wohnraumangebot zur Verfügung zu stellen, das auf die quantitativen und qualitativen Entwicklungsziele der RZU-Mitglieder und auf die Bedürfnisse der verschiedenen Nachfragesegmente im Wohnungsmarkt abgestimmt ist. Im Projekt werden die inhaltlich-konzeptionellen Grundlagen einer wohnregionalen Betrachtungsweise erarbeitet, die die spezifischen Situationen der einzelnen Wohnstandorte berücksichtigt. Diese Grundlage wird unter Einbezug des fachlich und politisch breit abgestützten RZU-Vorstands sowie ausgewählter weiterer Expertinnen und Experten diskutiert und getestet. Im Jahr 2017 werden im Rahmen eines zweiten Experten-Hearings die Erkenntnisse konsolidiert. Ende 2017 werden die Resultate des Projekts anlässlich einer Sitzung der «RZU-Plattform Raumentwicklung» zusammen mit dem Vorstand diskutiert. Auf der Basis der Projekterkenntnisse möchte die RZU zusammen mit den Projektpartnern im Jahr 2018 eine breite politische Debatte über Bedingungen und planerische Notwendigkeiten zum Standortfaktor Wohnen im RZU-Raum initiieren. Dazu werden namentlich die Umlandregionen und gemeinden der RZU sowie die Stadt Zürich und der Kanton Zürich einbezogen.

3) Projekt «Toolbox für innovative Denkräume»

Planerische Prozesse und Verfahren werden angesichts der Herausforderungen der Innenentwicklung immer wichtiger. Das Projekt «Toolbox für innovative Denkräume» lotet solche Ansätze im Hinblick darauf aus, ob sie einen Beitrag zum Umgang mit komplexen Anforderungen der Innenentwicklung in Funktionalräumen leisten können. Im Frühjahr 2017 werden die Projekterkenntnisse in einer Sondernummer der disp synthetisiert und in einem Workshop für das RZU-Gebiet plausibilisiert. Parallel dazu wird eine praxisnahe Aufbereitung der wesentlichen Projekterkenntnisse zuhanden der Planungspraxis in den Gemeinden und Regionen in Angriff genommen. Neben Workshops und praxisbezogenen Weiterbildungsveranstaltungen (für 2018 geplant) soll dafür eine «Toolbox» entstehen – bestehend aus einer kommentierten und bewerteten Übersicht und einer kontinuierlich zu ergänzenden Darstellung von Instrumenten, die sich in der Praxis bereits bewährt haben. Die praxisrelevant aufbereiteten Projektresultate werden den Regionen und Gemeinden im RZU-Gebiet konkrete Möglichkeiten aufzeigen, wie sie die anstehenden Herausforderungen der räumlichen Entwicklung mit angemessenen Planungsverfahren vorbereiten und begleiten können.

4) Projekt «RZU-Datenbank Raumentwicklung»

Im Rahmen des Projekts «RZU-Datenbank Raumentwicklung» soll eine Datenbank aufgebaut werden, in welcher wesentliche Erkenntnisse und Rückmeldungen aus Dienstleistungs- und Beratungsaktivitäten der RZU sowie aus der Beobachtung und Aufarbeitung wichtiger Projekte, Entwicklungen und Tendenzen in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr erfasst werden können. Damit wird die Datenbank in Zukunft eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Geschäftsstelle bilden, gerade auch für die Beratungstätigkeit. Im Jahr 2017 werden die Struktur und die Methodik der Datenbank präzisiert sowie bestehende Datensätze aus Projekt- und Beratungsaktivitäten eingearbeitet.

6. Ausblick auf die Projektaktivitäten im Jahr 2018

Gemäss der aktuellen Planung sind für das erste Halbjahr 2018 der Abschluss der Projekte «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln», «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet» und «RZU-Datenbank Raumentwicklung» sowie die praxisnahe Aufbereitung von deren Erkenntnissen zuhanden der RZU-Mitglieder vorgesehen.

7. Übersicht über die Projekte

Tabellarische Übersicht (pdf, 0.1mb)