Arbeitsprogramme & Jahresberichte

2018

Das Arbeitsprogramm 2018 (pdf, 0.1mb) liefert eine Übersicht über alle Vorhaben in diesem Jahr und zeigt die Bedeutung der Arbeiten für die RZU-Mitglieder und die RZU als Planungsdachverband auf. Es gliedert sich in folgende vier Abschnitte:

  • Allgemeine Dienstleistungen
  • Beratungsdienstleistungen
  • Plattformaktivitäten
  • Projektaktivitäten

Arbeitsprogramm 2018

1. Einleitung

Das jährliche Arbeitsprogramm der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) versteht sich als Arbeits­instrument gegenüber dem Vorstand, den Delegierten und innerhalb der Geschäftsstelle. Das Programm liefert jeweils eine Übersicht über alle im entsprechenden Jahr geplanten Vorhaben und zeigt die Bedeutung der verschiedenen Arbeiten für die RZU-Mitglieder und den Planungsdachverband auf. Zudem enthält es Angaben über die in den einzelnen Vorhaben zu erwartenden Fortschritte sowie über die involvierten Partner.

Wie in den Jahren zuvor orientiert sich auch das vorliegende Arbeitsprogramm am Rahmenprogramm «Tätigkeitsschwerpunkte 2016–2018» (pdf, 5mb) , das vom Vorstand am 19.10.2015 verabschiedet wurde. Mit diesem Rahmenprogramm hat der Vorstand vor dem Hintergrund des statutarischen Auftrags der RZU die Eckpunkte der Aufgaben, Tätigkeiten und Rollen des Planungsdachverbands und der Geschäftsstelle für drei Jahre definiert.

Nachfolgend werden für das Jahr 2018 die Vorhaben für die vier Tätigkeitsbereiche der RZU vorgestellt.
  • Allgemeine Dienstleistungen (vgl. Abschnitt 2);
  • Beratungsdienstleistungen (vgl. Abschnitt 3);
  • Plattformaktivitäten (vgl. Abschnitt 4);
  • Projektaktivitäten (vgl. Abschnitt 5).
 

Den Kern der Tätigkeiten der RZU bilden die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Dienst­leistungen für die RZU-Mitglieder, die Plattformaktivitäten sowie die Beratung der RZU-Regionen und ihrer Gemeinden in strategischen Planungsfragen. Die durchgeführten Projektaktivitäten liefern wichtige Erkenntnisse zur Unterstützung der Beratungs-, Plattform- und Dienstleistungsaktivitäten des Planungsdachverbands.  In diesem Sinne erlauben sie es der RZU-Geschäftsstelle, ihren Auftrag als Stabsstelle ihrer Mitglieder und als Think-Tank für das Kerngebiet des Zürcher Metropolitanraums zu erfüllen.

Die Geschäftsstelle verfolgt bei ihren Arbeitsweisen und Themenstellungen das Prinzip «Aus der Praxis für die Praxis». Das bedeutet, dass die zu bearbeitenden Themenstellungen aus dem RZU-Mitglieder­kreis und dem fachlichen Netzwerk der RZU sowie aus der Beobachtung und Reflexion der aktuellen Entwicklungen im RZU-Gebiet stammen. Diese Themen werden gemeinsam mit Fachleuten und politisch Verantwortlichen bearbeitet. Die erarbeiteten Erkenntnisse werden schliesslich in einer abgestimmten Palette von Produkten zuhanden der RZU-Mitglieder und ihrer Gemeinden so aufbereitet, dass sie in deren Planungsalltag einfliessen können (u.a. über Printprodukte, Weiterbildungsveranstaltungen und die Vorstellung der Resultate in den regionalen Gremien).

Für das Arbeitsprogramm 2018 ist zu beachten, dass die mit dem DV-Beschluss vom 29. Juni 2017 lancierte umfassende Überprüfung des Planungsdachverbands und seiner Geschäftsstelle insbesondere bei den Projektaktivitäten zu Anpassungen und Verzögerungen führt.

2. Allgemeine Dienstleistungen

 

Die Geschäftsstelle der RZU wird ihren Mitgliedern im Jahr 2018 wie bis anhin eine breite Palette unter­schiedlichster Dienstleistungen anbieten, die der Unterstützung, Information und Vernetzung der RZU-Mitglieder dienen. Konkret beinhaltet dieses Angebot die aktive Mitarbeit in den regionalen Vorständen und Geschäftsleitungen, die Unterstützung der Mitglieder bei der Erarbeitung von Stellungnahmen, die sachgerechte und transparente Aufbereitung und Vermittlung von Informationen und Sach­verhalten sowie die Erstellung von Übersichten über aktuelle Entwicklungen und laufende Planungen und Projekte im RZU-Gebiet und in anderen relevanten Räumen. Weiter ist hier auch das aktive Engagement der Geschäftsstelle in verschiedenen Arbeitsgruppen, Institutionen und Vorhaben von Dritten zu nennen, die für die RZU und für ihre Mitglieder relevant sind.

Im zweiten Halbjahr 2018 wird die RZU ihren Mitgliedern ausserdem zwei halbtägige Weiterbildungs­veranstaltungen anbieten: Im September ist eine Fortbildungsveranstaltung zum Themenbereich praxisnaher Mitwirkung geplant, die auf den Ergebnissen und Erkenntnissen aus dem Erfahrungsaustauschprozess «zusammen wirken» basiert. Dieser Erfa wird zwischen März 2017 und März 2018 in drei Veranstaltungen mit Behördenmitgliedern, Politikern und Fachleuten aus dem RZU-Gebiet durchgeführt. Im Dezember 2018 führt dann die Geschäftsstelle der RZU wiederum einen «Einführungskurs in die Raum­planung» durch, der sich an die neu gewählten Behördenmitglieder in den RZU-Gemeinden richtet.

3. BERATUNGSdienstleistungen

Das seit 2015 neu ausgerichtete Beratungs- und Koordinationsangebot der RZU besteht aus den drei Bau­steinen «Erstberatung», «Coaching» und «grenzüberschreitende Themenfindung». Seit Sommer 2015 haben verschiedene Gemeinden und Regionen das Beratungsangebot genutzt. Die bisherigen Erfahrungen zeigen dabei, dass die RZU-Geschäftsstelle damit wichtige praxisnahe Hilfestellungen bieten kann, die auf die konkreten Fragestellungen der nachfragenden Mitglieder reagiert. Seit Anfang 2017 bearbeitet die Geschäftsstelle im Auftrag des Vorstandes unter dem Titel «Agenda Wachstum+» ein umfangreiches Beratungsmandat für die Grenzräume zwischen Stadt Zürich und acht Nachbargemeinden und Nachbarstädten. In diesem Prozess werden vor dem Hintergrund der konkreten Aufgaben und Herausforderungen der involvierten Gemeinden gemeinsam Räume und Themenstellungen definiert, die für die weitere Entwicklung des Zürcher Kernraums zu beachten sind. Das Mandat erfolgt in drei Phasen: die erste Phase dient einer unilateralen Klärung der Ausgangssituation, die zweite einer bilateralen Klärung gemeinsamer Räume und Themen und die dritte einer multilateralen Zusammenführung der verschiedenen grenzüberschreitenden Themen und Konstellationen. Das Mandat befindet sich im Moment gerade in der zweiten Phase der bilateralen Workshops und sollte bis Mitte 2018 mit der dritten Phase der Synthese abgeschlossen werden.

2018 geht die dreijährige Testphase des Beratungsangebotes der RZU zu Ende. Der Vorstand hat an seiner Vorstandssitzung im Herbst 2018 vor dem Hintergrund der gemachten Erfahrungen und konkreten Ergebnisse darüber zu befinden, ob und in welcher Form das Mandat weitergeführt werden soll.

4. Plattformaktivitäten

Die RZU will über ihre verschiedenen Plattformaktivitäten einen wichtigen Ort des fachlichen und politischen Austausches und der Debatte über die raumplanerischen Belange im Zürcher Funktionalraum zur Verfügung stellen. Dies soll einen Beitrag zur angemessenen Berücksichtigung raumplanerischer Themenstellungen in Politik und Verwaltung, Fachkreisen und einer interessierten Öffentlichkeit leisten. Im Bereich der Plattformaktivitäten sind für das Jahr 2018 folgende Angebote geplant:

  • Die seit 2011 durchgeführte «RZU-Werkstatt zur Regionalplanung» (Experten-Plattform) wird weitergeführt.
  • Es werden zwei Veranstaltungen im Format der etablierten «Plattform Raumentwicklung Zürich und Um­gebung» (RZU-interne Plattform) durchgeführt. Voraussichtlich werden in der Plattform vom Frühjahr die Resultate des Projekts «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (vgl. Abschnitt 5) behandelt. Im Herbst wird es dann um Mobilitätsthemen des RZU-Raums gehen, die der RZU-Vorstand schon seit Herbst 2016 verfolgt.
  • Die vom Vorstand 2016 beschlossenen Projekte der «Plattform Raumentwicklung» zu Mobilitätstrends, Ortsdurchfahrten und Kommunikation bei Verkehrsvorhaben werden zusammen mit weiteren Partnern aus dem RZU-Mitgliederkreis fortgeführt.
  • Im Anschluss an die Herbstdelegierten­versammlung vom 29.11.2018 findet der jährliche öffentliche Anlass zu einer Grundsatz­frage im Bereich der Raumentwicklung statt. Dieser wird im Zeichen des Abschlusses der eingangs erwähnten Aufgaben- und Tätigkeitsüberprüfung sowie des 60‑Jahr-Jubiläums der seit 1958 bestehenden RZU stehen.
  • Der Erfahrungsaustauschprozess (Erfa) stellt eine besondere Form der Plattform dar. Im Rahmen eines «Erfa» können Behördenmitglieder und Vertreter aus der Politik aus dem RZU-Mitgliederkreis gemeinsam mit Experten über mehrere Workshops ein in der räumlichen Entwicklung des RZU-Raums aktuell drängendes Thema vertieft reflektieren, angemessene Zugänge ausloten und zielführende Handlungsoptionen entwickeln. 2018 werden der seit März 2017 laufende Erfa «zusammen wirken» zu Mitwirkung in der Innenentwicklung abgeschlossen und seine Erkenntnisse in verschiedenen Formaten zuhanden der übrigen RZU-Mitglieder aufbereitet. Ein wichtiges Element wird dabei die «Expedition» am 20. September 2018 bilden, die für die Vertreter von RZU-Mitgliedsgemeinden und –regionen durchgeführt wird. An diesem Anlass werden die Schlüsselerkenntnisse des Erfas betreffend praxisnahen und erfolgsversprechenden Ansätzen der Mitwirkung gleichsam «im Feld» vorgestellt und zur Diskussion gestellt.
 

5. Projektaktivitäten

Wie eingangs erwähnt dienen die Projekte der RZU der Unterstützung und Qualitätssicherung der Dienstleistungs-, Beratungs- und Plattformaktivitäten der RZU. Sie tragen dazu bei, dass die RZU ihre «Radar-Funktion» wahrnehmen und die RZU-Mitglieder über raumrelevante Trends und Entwicklungen auf dem Laufenden halten kann. Die Projekte verfolgen integrale Betrachtungsweisen zu aktuell drängenden planerischen Aufgabenstellungen und/oder besetzen thematische Zwischenräume und Schnittstellen, die für die weitere Entwicklung des RZU-Gebiets von Bedeutung sind. Für 2018 sind Aktivitäten in drei Projekten vorgesehen.

1) Projekt «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» (gemeinsam mit dem Präsidialdepartement der Stadt Zürich und dem Baslerfonds)

Das andauernde Bevölkerungswachstum und die laufende Innenentwicklung werden das Wohnraum­angebot im RZU-Gebiet verändern. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» ausloten, inwieweit eine regionale Diskussion, Reflexion und Abstimmung dazu beitragen kann, dass die Gemeinden im RZU-Gebiet auch mittelfristig ein quantitativ und qualitativ angemessenes Wohnraumangebot am Standort Zürich zur Verfügung stellen können. Anfang 2018 soll die erste Phase des Projekts, in deren Rahmen Recherchen und zwei Expertenhearings durchgeführt worden sind, mit einem Schlussbericht abgeschlossen werden. Die Erkenntnisse werden dem RZU-Vorstand am 17. Mai 2018 im Rahmen der «RZU-Plattform Raumentwicklung» zur Diskussion gestellt. An diesem Anlass wird der Vorstand auch beschliessen, ob die RZU in ihrem Mitgliederkreis eine Debatte über Bedingungen und planerische Notwendigkeiten zum Standortfaktor Wohnen lancieren soll.

2) Projekt «Neue Denkräume»

Planerische Prozesse und Verfahren im Kontext der Innenentwicklung verlangen eine frühzeitige und umfassende Einbindung einer Vielzahl von Akteuren und Interessen. Bis Ende 2017 wurde gemeinsam mit externen Fachleuten eine breite Palette von Ansätzen identifiziert, die in der Praxis erfolgreich angewendet worden sind. Diese Ansätze wurden im Hinblick darauf ausgewertet, ob sie einen Beitrag zum Umgang mit den komplexen Alltagsanforderungen der Innenentwicklung in Funktionalräumen leisten können. 2018 werden die wesentlichen Projekterkenntnisse zuhanden der Planungspraxis in den Gemeinden und Regionen aufbereitet. Dazu gehört eine breite Produktepalette, die neben einem webunterstützten Leitfaden auch Workshops umfasst. Damit zeigen die Projektresultate den Regionen und Gemeinden im RZU-Gebiet konkrete und in der Praxis bewährte Möglichkeiten auf, wie sie die anstehenden Herausforderungen des Wachstums durch Transformation erfolgreich anstossen und begleiten können.

3) Projekt «RZU-Datenbank Raumentwicklung»

Im Rahmen des Projekts wird eine Datenbank zur Raumentwicklung im RZU-Gebiet aufgebaut. In dieser Datenbank sollen die wesentlichen Erkenntnisse und Rückmeldungen aus Dienstleistungs-, Beratungs- Plattform- und Projektaktivitäten der RZU in den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr zusammengeführt werden. Damit erhält die RZU eine systematisierte Grundlage für effiziente und kompetente Dienstleistungen und Beratungen zuhanden ihrer Mitglieder. Im Jahr 2018 werden die Struktur und die Methodik der Datenbank entwickelt sowie Datensätze aus abgeschlossenen und laufenden Projekt- und Beratungsaktivitäten integriert.

6. Ausblick auf die Projektaktivitäten im Jahr 2019

2019 wird die RZU, einen entsprechenden Entscheid des Vorstands vorausgesetzt, basierend auf den Erkenntnissen aus dem Projekt «Zürich als Wohnregion denken und entwickeln» eine wohnpolitische Debatte im RZU-Mitgliederkreis anstossen. Das Projekt der «Verwandtschaftskarte RZU-Gebiet», das aufgrund der laufenden Überprüfung zurückgestellt werden muss, wird 2019 wiederaufgenommen. Es wird wichtige Hinweise für die Beratungstätigkeit und die Unterstützung eines zielgerichteten horizontalen wie vertikalen Erfahrungsaustausches liefern.

7. Übersicht über die Projekte

Tabellarische Übersicht (pdf, 0.8mb)